6. - 9. April
2005
Werni und der
Schreibende
riefen und 17 kamen! Schon früh am Mittwochmorgen konnten wir auch
dazu lernen:
Die Autobahnraststätte Heidiland öffnet erst um 06:00 Uhr. Um
04:00 war Abfahrt
in Mägenwil gewesen und ein Kaffee in der Raststätte war als
Treffpunkt den
Teilnehmern sehr willkommen.
Kurz danach fuhr
man nach
St. Antönien bis zum Parkplatz beim Chüeschärme hinter
Litzirüti. Sowohl die
Schneeschuhgeher als auch die Skitourenfahrer wählten als Ziel
dieses ersten
Tages den Eggberg (2202m). Gemeinsam zogen wir durch das Gafia-Tal bis
zum
Schlangenstein und weiter über die weiten Hänge hinauf zum
Gipfel. Die
Belohnung waren eine herrliche Rundsicht und ein erstes Mal der Stolz
in der
Brust, es geschafft zu haben.
Die Abfahrt im
feinen Sulz
war herrlich. Mit den Schneeschuhen wurden steile Partien kurzerhand
auf dem
Hosenboden überwunden.
Zurück bei
den Autos wurde
unverzüglich der Aufstieg nach Partnun Stafel unter die Füsse
genommen, wo wir
im Berghaus Sulzfluh unsere Unterkunft hatten. Auf der sonnigen
Terrasse
löschten wir gemeinsam unsern Durst, bezogen die Zimmer und
freuten uns auf das
Nachtessen. Hier sei gleich vorweggenommen, dass wir vorzüglich
verköstigt
wurden. Ernst Flütsch und Käthi Meier sorgten täglich
für unser Wohl.
Der nächste
Tag brachte
unterschiedliche Ziele, je nachdem ob man mit Schneeschuhen oder Skiern
unterwegs war. Werni führte seine Schneeschuhgeherinnen und –geher
zuerst zum
Partnunsee, der mit seinem türkisfarbenen Randstreifen den Blick
faszinierend auf
sich zog. Danach hiess es Höhe machen, denn das Tagesziel war die
Carschinahütte SAC (2236m). Unterdessen waren die Skifahrer
unterwegs zum
Gipfel der Sulzfluh (2817m), von wo gegen die Tilisunahütte
abgefahren wurde,
um über die Tilisunafurggli wieder die Schweiz zu erreichen.
Ungeplant trafen
sich die beiden Gruppen beim Partnunsee zu einer gemeinsamen Rast.
Zurück im
Berghaus Sulzfluh
wartete ein weiterer Höhepunkt auf uns: Der openair Whirlpool war
eingeheizt. Jeweils
zu sechst sassen wir zusammen im sprudelnden Wasser und genossen den
Blick auf
die umliegenden Berge.
Das Wetter
für den Freitag
liess vermuten, dass sich der Wetterfrosch tief in sein Glas
zurückziehen
würde. Ein paar blaue Stellen am Morgenhimmel genügten und es
war
kein Halten mehr.
Werni marschierte mit seiner Kolonne gegen die Wand der Schiienflue um
in der
zauberhaften Landschaft, geprägt von grossen Felsklötzen und
krummen Tännchen
oberhalb Partnun Stafel eine Barry-Vox Übung zu machen. Die
Skifahrer erklommen
inzwischen im Nebel den Rotspitz (2517m). In der Abfahrt waren lange
Pausen
angesagt, bis sich der Nebel kurzzeitig wieder etwas lichtete und die
nächste
Stufe bei einigermassen guter Sicht befahren werden konnte. In der
Pöschenwang
stiessen wir auf Werni, der mit ein paar Unentwegten den steilen Hang
erklomm.
Ein weitere
Sitzung im
Openair Whirlpool rundete auch diesen Tag ab. Das Nachtessen war heute
regional: Bündner Gerstensuppe, Chäsgetschäderets und
Capuns – fantastisch.
Der Samstag war
insofern ein
guter Tag, als er uns klare Verhältnisse brachte. Die Landschaft,
Tische und
Bänke vor dem Haus eingeschlossen, waren tief winterlich
verschneit und so war
unser Tourenziel für diesen Tag klar: Heimkehr. Nach dem
Frühstück marschierten
oder fuhren wir talwärts zu den Autos wo uns Ernst das Gepäck
ablieferte.
Allen
Teilnehmerinnen und
Teilnehmern einen herzlichen Dank für die coolen Sprüche, die
gegenseitige
Rücksichtnahme, die guten Gespräche, die lustigen Witze, das
gemeinsame Bad im
Whirlpool, das Lachen und manchmal einfach der Stille.
Ganz besonders möchte ich mich bei Werni bedanken. Er hat sich bereit erklärt, die Schneeschuhgeher ebenfalls nach Partnun zu bringen. Mit Umsicht und Kompetenz hat er die Schneeschuhtouren geführt. Die zufriedenen Gesichter und die gute Stimmung sagten alles über seine Touren.
Markus
Eine
Tour der Naturfreunde Maiengrün