Hochtour Bächistock (2914m) und Zusatzrunde
Vrenelisgärtli (2903m)
Eine
Tour der Naturfreunde Maiengrün
Sa. / So. 8. - 9. 7. 2006
Bilder: Markus
Start
beim Parkplatz Richisau hinter dem Klöntalersee (850m). Vis a vis
Parkplatz Spuren der Unwetter - ganze Gehöfte weggespült.
Hier starten wir unsern Aufstieg zur Glärnischhütte SAC
(1990m). Für unsere Gruppe reichte ein Auto - Theo war mein
einziger Begleiter.
Begeistert hat uns auf dem ersten Teil des Aufstieges das
Pinzgauer-Taxi, das seine Abgase mehrmals auf unserem Weg "stehen"
liess, dass es einem fast übel wurde.

Wir sind bereits oberhalb der Alp Chäseren. Vor uns liegt der
zweite Teil des steilen Aufstiegs zur Glärnischhütte - aber
der schönere. Mehr Blumen haben wir noch selten angetroffen.
Ausser Edelweiss war alles zu sehen. Orchideen, Lilien,
Läusekraut etc. Ein traumhafter Aufstieg, den wir ab Richisau in 2
1/2 Std. hinter uns brachten. Meist war der Himmel bewölkt. Wir waren froh um den Schatten.

Endlich konnten wir in der Hütte unseren gewaltigen Durst stillen.
Gegen hundert Gäste übernachteten hier. Alle ausser 6 wollten
auf das Vrenelisgärtli. Die sechs hatten den Bächistock als
Ziel - dazu gehörten wir.
Beim Nachtessen trafen wir interessante
Menschen zu spannenden Gesprächen.

Das Wetter demonstrierte seine Macht und Vielfalt, bevor wir schlafen gingen. Hier der Blick gegen den Bös Fulen.


Am Morgen war der Himmel sternenklar und wir starteten um 05:00
Uhr. Das Frühstück wurde eine halbe Stunde vorher serviert.
Theo beim Anseilen auf dem Glärnischfirn. Im Hintergrund rechts
von Theo Twärenen / Silberen im ersten Sonnenlicht.

Im steilen Couloir hinauf zum Bächistock, dem
höchsten Gipfel des Glärnisch-Massiv's. Das Gehen im
perfekten Trittschnee war einfach.


Blick nach Osten in Grautönen.

Auf dem Gipfel erklang unser Alpino und 4 begeisterte Zuhörer applaudierten.

Blick vom Bächistock über den Ortstock hinweg zu Clariden,
Schärhorn, Gross Ruchen, Gross Windgällen und Urirotstock.

Auf dem Grat des Bächistockes.

Unterwegs von unserem Gipfel über die ganze Krete bis zum Schwandner Grat. Blick zurück zum Bächistock.

Ausblick entlang unserem Weg bis hinüber zum Vrenelisgärtli.

Wunderschöner Firngrat und Felspartien wechselten sich ab. Wir kamen gut voran.


Tief unten das Glarnerland. Eindrücklich der Kontrast zwischen Eis und sattem Grün der Alpen.

Blick zurück zum Bächistock - zum letzten Mal.

Theo hatte beim Windloch noch nicht genug und so entschieden wir uns,
das Vrenelisgärtli auch noch zu besuchen, in der Hoffnung, dass
der grosse Rummel bereits vorbei sei. Hier sind wir auf dem Gipfel des
Vrenelisgärtli.
Wir haben gar nicht erst versucht, die Felsen zu
küssen - das Vreneli ist also noch immer nicht erlöst.

Blick hinunter nach Näfels.

Tief unten Schwanden (GL).

Der Oberblegisee.

Blick über den Schwandner Grat - wie sich dieser in den letzten 20 Jahren verändert hat, gibt zu denken.

Früher konnte man problemlos vom oberen Firn auf den Grat queren
- heute ist das nur noch möglich, indem man das Loch durchsteigt
(das lange, schmale Firnband führt durch eine Höhle nach
oben) oder links davon vom höchsten Punkt einer Kette entlang
absteigt.

Gfürchiger Blick hinunter zum Klöntalersee. Wir sind
bereits wieder auf dem Abstieg vom Vrenelisgärtli. Im
Schnellzugstempo erreichten wir wieder die Glärnischhütte.

Nachdem wir in der Hütte unsern Durst nochmals gelöscht hatten, genossen wir die Blumenpracht auf dem Hüttenweg:
Die Feuerlilie entspricht am ehesten dem Feuer für die Berge in unsern Herzen.

Türkenbund wie gesät!

Der Abstieg war ein Härtetest für die Oberschenkel. Hier geht's hinunter wie auf der Tremola am Gotthard.

Es war ein herrliches Wochenende! Theo sei gedankt, dass ich nicht alleine gehen musste.
Gruss,
Markus