Familienplausch
mit den Naturfreunden
Am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr trafen sich 9 Kinder und
6 Erwachsene in der vollen Überzeugung dem angekündigtem Regen zu trotzen und
den Tag mit einer Wanderung und Spielen ohne Grenzen zu geniessen.
Die Organisation der Wanderung übernahmen die
Naturfreunde. Freddy versprach allen Teilnehmern, sie in ca.1 ½ Stunden vom
Schulhaus Mägenwil zum Naturfreundehaus zu führen. Jeder vermeintlich
ortskundige Mägenwiler stellt sich doch da die Frage: „Wie ist es möglich, für
die kurze Distanz soviel Zeit zu brauchen?“ Aber eben: Wer kennt schon wirklich
den Wald oberhalb des Schulhauses? Anstatt nach rechts bogen wir in der
Lettenstrasse nach links ab. Okay, wir nehmen den Weg am Friedhof vorbei. Weit
gefehlt, wir gehen gerade aus weiter Richtung Eckwil. Von dort geht es nun doch
endlich in Richtung Wald, aber nicht etwa die Steinbruchstrasse hinauf, sondern
die Eckwilerstrasse. Nach einem kurzen Aufstieg durch den Wald, erreichen wir
das kleine Dorf Igelweid, was wir links liegen lassen und wieder in den Wald
einbiegen. Hier sieht der Wald ganz anders aus. Nur Nadelbäume. Wieso kommt mir
gerade jetzt das Märchen von Hänsel und Gretel in den Sinn. Jetzt nur nicht den
Anschluss verlieren und alleine im Wald zurück bleiben, denn spätestens zu
diesem Zeitpunkt war jeglicher Orientierungssinn verloren. Glücklicherweise
führte der Weg wieder aus dem Wald heraus und man sah ein Dorf in der Nähe und
eins in weiterer Entfernung. Aufatmen. Das kann nur Hägglingen und dort hinten
Dottikon sein. Aber schon führte uns der Weg wieder weg von der Zivilisation am
Maisfeld vorbei zurück in den Wald. Hier sah er wenigstens so aus, wie man ihn
kennt: Mischwald. An der nächsten Kreuzung wurde gefragt: „Wollen wir links
oder rechts?“ „Gute Frage, kann mir mal einer sagen, wo wir überhaupt sind?“
„Ziemlich genau zwischen Maiengrün und dem Naturfreundehaus!“ Jetzt erkenne ich
es auch wieder! Nach weiteren 15 Minuten kommen wir um Punkt 12.00 Uhr beim
Naturfreundehaus an. Ein knisterndes Feuer heisst uns willkommen und wartet nur
noch auf unsere Würste. Ach übrigens, zwischen drin während der Wanderung hat
es geregnet, aber ich glaube, dass hat gar keiner gemerkt. Das mitgebrachte
Essen konnten wir uns im warmen Naturfreundehaus schmecken lassen und die Getränke
nach Wunsch bestellen.
Nachdem noch eine Familie und zwei Erwachsene dazu
stiessen, begangen wir den von Melanie organisierten Spielenachmittag gemeinsam
mit menschlichen Buchstaben. Selbst ein Wort mit 4 Buchstaben kann ganz schön
kompliziert zu schreiben sein, wenn man erst Personen hin und her schieben oder
gar umdrehen muss. Danach standen 6 Spieleposten zur Auswahl die frei gewählt
werden konnten. Es wurden Bilderrahmen gebastelt, in denen Webbilder mit
Naturmaterialen entstanden. Hühner sprangen in ihrem Hühnerstall durcheinander
und klauten sich gegenseitig die Federn, um am Ende das schönste Federvieh zu
sein. Da wurden Zöpfe mit Seilen geflochten, an deren Enden Menschen verknotet
waren. Das machte natürlich dermassen Lust auf Zopf, dass die Freude bei allen Teilnehmern
gross war, als es am Ende tatsächlich für jeden einen kleinen Zopf gab. Wie
schwierig es ist, einen Menschenzug durch den Wald zu fahren, ohne dabei einen
Wagen zu verlieren, muss man einmal selber ausprobiert haben. Genauso schwierig
kann es sein, eine vorbeiflitzende Maus zu treffen……Wie fühlt sich eine
Waldschnecke an, die aus allerlei verschiedenen Materialien aus der Natur
gebaut wurde? Nicht besonders oder ungewöhnlich, denn wer hat nicht schon
einmal einen Tannenzapfen oder Moos in der Hand gehabt. Stimmt. Aber wie fühlt
es sich an, wenn man darauf steht oder darüber läuft? Dann stellt man auf
einmal fest, dass Worte wie hart, weich, nass, trocken, warm, kalt fast nicht
ausreichen, um alle Empfindungen zu beschreiben. Als am Nachmittag der Regen
noch einmal einsetzte, flüchteten alle in die warme Hütte und freuten sich über
den feinen Kuchen und Kaffee. Am Ende gab es noch ein gemeinsames Spiel, bei
dem erst die Familie und dann noch die Familienmitglieder in der richtigen
Reihenfolge gefunden werden mussten, um dann die Mutter auf den Grossvater und
das Kind auf die Mutter zu setzen. Nicht nur die 11 Kinder, sondern auch die 9
Erwachsenen hatte viel Spass. Vielen Dank Melanie für die tolle Organisation
und die feinen Kuchen und Zöpfe. Vielen Dank Freddy für die unerwartete
Wandervariante und den warmen Empfang der Naturfreunde im Naturfreundehaus.
Zum Schluss noch ein Rätsel: Woran erkennt man, ob vor
einem eine Kröte oder ein Frosch sitzt???? Die Kröte kriecht davon und der
Frosch springt davon. Somit wussten dann alle, dass der Frosch den die Kinder im
Wald gefunden und gestreichelt haben eben ein Frosch und keine Kröte war.
Ute